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Miron Zownir | NO!art involvement <<< | >>>
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FOTOGRAFIE: THEMA GROSS-STADT

MIT KEN SCHLES, JEFFREY SILVERTHORNE UND MIRON ZOWNIR

Deichtorhallen Hamburg | Haus der Fotografie | 20095 Hamburg | Deichtorstraße 1 | 5.5. – 7.8.2016
Link: http://deichtorhallen.de/index.php?id=389
Ausstellungsansichten: https://www.flickr.com/photos/deichtorhallen/sets/72157667894601152
WICHTIGE BESUCHERINFORMATION: Bitte beachten Sie, dass in den Ausstellungen auch Darstellungen von nackten Körpern und Exponate mit verstörendem Inhalt gezeigt werden. Ein Besuch der Ausstellung von Kindern und Jugendlichen ist bis zum Alter von 16 Jahren nur in Begleitung Erwachsener gestattet.
Foto von Miron Zownir

Die Großstadt als Thema mit ihren Subkulturen, Verheißungen und Gefahren eint die drei fotografischen Positionen von KEN SCHLES, JEFFREY SILVERTHORNE und MIRON ZOWNIR, die im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg vom 5. Mai bis 7. August 2016 vorgestellt werden. »Silverthorne, Schles und Zownir berühren gesellschaftliche Tabus, die wir meiden. Mit der Kraft des radikalen Blicks wird die Wirklichkeit in unser Bewusstsein zurück katapultiert und damit wieder Teil unserer Existenz«, so Ingo Taubhorn, Kurator der Ausstellungen.

Das fotografische Werk JEFFREY SILVERTHORNEs (geb. 1946) stellt pointiert existenzielle Lebensfragen nach Identität, Geschlecht, Liebe, Gewalt, Sexualität und Tod. In Auseinandersetzung mit antiken Dramen und Malereitraditionen entstand sein vielschichtiges Oeuvre, das sich zwischen Intimität und Inszenierung bewegt. Silverthornes Werke offenbaren eine Faszination für das Rollenspiel. Das Transsexuelle wird zum ultimativen Symbol. Silverthorne sucht dabei Wege, sein Inneres zu zeigen, um sich bewusst angreifbar und verletzbar zu machen.

Im Zentrum der Ausstellung mit KEN SCHLES (geb. 1960) stehen zwei Werkgruppen, »Invisible City« und »Night Walk«, die der amerikanische Fotograf Ende der 1980er Jahre in New York fotografiert hat. »Invisible City« (1988) gilt bis heute als Kult-Dokumentation urbanen Lebens. Ursprünglich im legendären Twelvetrees Press Verlag erschienen, wurde es jüngst im Steidl Verlag zusammen mit »Night Walk« (2013) neu aufgelegt. Dokumentiert wird das Leben in der Lower East Side über den Zeitraum von zehn Jahren. Es ist die packende Darstellung einer Welt, zu der nur wenige Zutritt hatten. »Invisible City« gilt neben Brassaïs »Paris de Nuit« oder van der Elsken »Love on the Left Bank« als eine der großen Darstellungen nächtlicher Bohème im 20. Jahrhundert. 25 Jahre nach seinem bahnbrechenden Buch erzählt Ken Schles in der Serie »Night Walk« von seiner verlorenen Jugend.

MIRON ZOWNIR (geb. 1953) gehört seit mehr als 30 Jahren zu den radikalsten Fotografen der Gegenwart. Seine Fotografien aus westlichen Metropolen wie Berlin, London und New York oder dem postkommunistischen Osteuropa wurden weltweit in zahlreichen Ausstellungen präsentiert. Von Anbeginn an setzte sich Zownir in seinem fotografischen Werk konsequent mit gesellschaftskritischen und tabu-brechenden Themen auseinander. In seiner drastischen und düsteren fotografischen Sprache beschreibt Zownir die Parallelwelten von Außenseitern in einer scheinbar zeitlosen Schattenwelt. Es sind die Nachtseiten des menschlichen Daseins, die finstere Einsamkeit im sozialen Unter, die existenziellen Ausnahmezustände und Grenzsituationen der menschlichen Psyche, die Zownir ohne Sicherheitsabstand aufspürt und sichtbar macht. In der Hamburger Ausstellung stehen die Bilder aus New York im Mittelpunkt.

BEGLEITPROGRAMM:

SONDERFÜHRUNG: NAKED CITY: New York zwischen Arbus und Zownir mit Julia Bunnemann, Volontärin Haus der Photographie, Mittwochs, 8. Juni und 13. Juli 2016, jeweils 18 Uhr. 3 Euro zzgl. zum Eintrittspreis, keine Anmeldung erforderlich

KÜNSTLERGESPRÄCHE

Jeffrey Silverthorne im Gespräch mit Claudia Seidel, freie Kuratorin Do, 5. Mai 2016, 18 Uhr (in englischer Sprache), 13 Euro/erm. 9 Euro inkl. vorherigem Ausstellungsbesuch, Auditorium Haus der Photographie

Ken Schles im Gespräch mit Markus Schaden, Leiter PhotoBook Museum Fr, 6. Mai 2016, 20.30 Uhr (in englischer Sprache), 13 Euro/erm. 9 Euro inkl. vorherigem Ausstellungsbesuch, Auditorium Haus der Photographie

Miron Zownir im Gespräch mit Ingo Taubhorn, Kurator der Ausstellung Fr, 27. Mai 2016, 19 Uhr, 13 Euro/erm. 9 Euro inkl. vorherigem Ausstellungsbesuch, Auditorium Haus der Photographie

LESUNG: Miron Zownir liest aus seinen Werken »Parasiten der Ohnmacht« und »Umnachtung« | Fr, 10. Juni 2016, 19 Uhr | 13 Euro/erm. 9 Euro inkl. vorherigem Ausstellungsbesuch | Haus der Photographie

FILMWERKSCHAU VON MIRON ZOWNIR
Die Filme werdem im kommunalem Kino Metropolis gezeigt:
Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg
Telefon: 040-342353 | Infos und Tickets unter www.metropoliskino.de

Back to Nothing
Deutschland, 2015, 98 Minuten, Originalton mit englischen Untertiteln (mit Gästen). Mit einer eigensinnigen Mischung von Grauen und Komik erzählt BACK TO NOTHING die Moritat einer Gruppe von urbanen Nomaden auf der Flucht vor den Abrissbaggern. | Fr, 17. Juni 2016, 21.15 Uhr | 7,50 Euro. 1 Euro Ermäßigung bei Vorlage des Ausstellungstickets. Mitglieder des Kinos 5 Euro.

Absturz (Kurzfilm)
Deutschland, 2012, 19 Minuten, Originalton mit englischen Untertiteln.
Bruno S. Die Fremde ist der Tod | Deutschland, 2003, 60 Minuten, Originalton mit englischen Untertiteln. | In diesem Dokumentarfilm folgt Miron Zownir Bruno S. in sein Leben. Bekannt geworden durch seine Darstellung des Kaspar Hauser in Werner Herzogs Film JEDER FÜR SICH UND GOTT GEGEN ALLE (1975) schien dem oftmals verspotteten Außenseiter Bruno S. endlich der Ausbruch aus seiner Isolation gelungen zu sein. | Do, 23. Juni 2016, 21.15 Uhr. 7,50 Euro 1 Euro Ermäßigung bei Vorlage des Ausstellungstickets. Mitglieder des Kinos 5 Euro.

Jetzt oder Nie (Kurzfilm) | Deutschland, 1996, 14 Minuten, Originalton mit englischen Untertiteln
Phantomanie | Deutschland, 2010, 85 Minuten, Originalton mit englischen Unteriteln | Zwischen eigensinniger Komik und sarkastischer Übersteigerung zeigt Miron Zownir in PHANTOMANIE das Leben als »eine mit falschen Versprechungen zusammengeflickte Wunde«.  Zownir lässt den Absurditäten freien Lauf, schert sich dabei nicht um die goldenen Regeln der Dramaturgie, und verschont die Zuschauer mit Sympathieträgern. | Mi, 29. Juni 2016, 21.15 Uhr | 7,50 Euro. 1 Euro Ermäßigung bei Vorlage des Ausstellungstickets. Mitglieder des Kinos 5 Euro.

©  www.no-art.info/zownir/shows/2016-05-05_hamburg.html